Rotorabmessungen

Spezifische Rotorabmessungen

Ein angeströmter, rotierenden Zylinder benötigt eine gewisse Größe, um ein homogenes Strömungsfeld mit entsprechend optimal ausgebildeten Über- und Unterdruckbereichen aufbauen zu können. Um eine negative Beeinflussung der resultierenden Schubkraft R zu
vermeiden, müssen die Rotorlänge L, der Rotordurchmesser D und der Endscheiben-durchmesser DS in einem richtigen Verhältnis zueinander stehen. Ein Seitenverhältnis von L : D unter 4 : 1 wirkt sich ungünstig sowohl auf die Auftriebskoeffizienten als auch auf die Gleitzahl ε aus.

Um gute Auftriebsbeiwerte zu erhalten, sollte das L : D Verhältnis möglichst groß sein. Wie die Versuche der AVAGöttingen 1923 und 1932 und im IFS-Hamburg 1985 gezeigt haben, ist eine wesentliche Beeinflussung der Auftriebsbeiwerte durch den  Endscheiben-durchmesser DS möglich. Laut Flettner würde bei zu nahe beieinander liegenden
Endscheiben, also bei einem zu geringen L : D Verhältnis, eine Beeinflussung der Grenzschicht erfolgen. Die Über- und Unterdruckzonen würden mitwandern, so daß die resultierende Schubkraft R eine leicht rückwärts gerkolichtete Ablenkung erhielte.
Die Rotor-Endscheiben sind also erforderlich, um an den Rotorenden einen Ausgleich von Über- und Unterdruckbereichen zu verhindern. Anders ausgedrückt: Versieht man kurze Rotoren an ihren Enden mit Endscheiben, so wirken diese wie eine Verlängerung des Rotors.

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