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Anton FlettnerDiese Website beschreibt die Geschichte des Flettner- Rotors, der bereits in den 20er Jahren, durch den genialen Erfinder, Anton Flettner entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um ein Windantriebssystem für Schiffe, dass den sogenannten Magnus- Effekt nutzbar macht und sicher eine der kuriosesten Arten eines Windantriebes darstellt. Flettners Bemühungen reichten schon damals weit über das Stadium der Modellversuche hinaus.

Thema ist die Geschichte des Flettner- Rotors, der bereits in den 20er Jahren, durch den genialen Erfinder, Anton Flettner entwickelt wurde. Es handelt sich dabei um ein Windantriebssystem für Schiffe, dass den sogenannten Magnus- Effekt nutzbar macht und sicher eine der kuriosesten Arten eines Windantriebes darstellt. Flettners Bemühungen reichten schon damals weit über das Stadium der Modellversuche hinaus. Zwei Frachtschiffe, die ‘Buckau’ und die ‘Barbara’, wurden mit diesem, nach Anton Flettner benannten Rotorsystem ausgerüstet. Beide Schiffe, deren Rotoren wie überdimensionale Litfasssäulen auf den Schiffsrümpfen wirkten, führten erfolgreiche Erprobungsfahrten durch und bewährten sich darüber hinaus noch für lange Zeit. Dennoch konnte sich das Rotorsystem aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht durchsetzen und es wäre beinahe ganz in Vergessenheit geraten, wenn nicht die beiden Ölkrisen in den 70er Jahren die Brennstoffkosten für die Schifffahrt erheblich verteuert hätten.

Das Prinzip der Windenergie-Nutzung durch das Rotor-Prinzip hat nach den Worten Albert Einsteins „den besonderen Reiz für sich, dass die Wirkungsweise der Flettner- Rotoren dem Laien meist ein Mysterium bleibt, trotzdem dabei nur rein mechanische Wirkungen zur Verwendung kommen, die jeder gefühlsmäßig zu beherrschen glaubt„.

Bedingt durch den Bau der „Mission Impossible“, einem 20 m Katamaran in konventionaller Stahlbauweise, beschäftigt sich der Autor dieses Blogs, mit Alternativen zu den bestehenden und seit nahezu einem Jahrhundert unveränderten Vorstellungen von Segelsystemen. Die große Zeit der Nutzung von natürlichen Energien, wie der Windkraft, ist in der kommerziellen Schifffahrt zumindest im Moment vorbei, was aber nicht heißen soll, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erst noch kommen wird. Im Sport- und Freizeitsektor ist sie seit langem allgegenwärtig. Immerhin benötigt die Mission Impossible eine Segelfläche von ca. 400 m², um eine Geschwindigkeit von 18 Knoten unter Segeln zu erreichen und sie sollte obendrein mit kleiner Mannschaft gefahren werden.

Die Suche nach dieser Alternative sollte nicht lange dauern und bereits 1 Jahr nach Baubeginn der Mission Impossible stand die Alternative fest: Ein Flettner-Rotor sollte zum Einsatz kommen. Fasziniert von der Einfachheit und dem Wirkungsgrad dieser fast schon vergessenen Technik aus den zwanziger Jahren begann die Jagd nach Informationen und Basiswissen. Sehr bald musste aber festgestellt werden, dass sich auf diesem Sektor der Windenergienutzung für Yachten seit 1926 kaum etwas wesentliches getan hatte. Einen kleinen Lichtblick ergab eine Studie des BMFT (Bundesministerium für Forschung und Technologie) von 1985 in Zusammenarbeit mit der Blohm & Voss Werft Hamburg. Leider stellte sich auch hier sehr schnell heraus, dass in erster Linie Grundlagenstudien geschaffen wurden. An der eigentlichen Konstruktion des Rotors hatte sich nichts geändert. Hier mussten also andere Wege gefunden werden, denn welcher Yachti möchte schon gerne mit einem Fabrikschornstein die Weltmeere bereisen? Angesagt war also ein völliges Umdenken in der Konstruktion des Rotors, ohne dessen enormen Wirkungsgrad, bzw. die Einfachheit seiner Bedienung zu beeinflussen. Heraus gekommen ist ein Rotor nach dem Prinzip von Anton Flettner, welcher nicht nur die enormen Vorteile zu nutzen weiß, sondern auch den ästhetischen Ansprüchen moderner Yachtis gerecht werden kann.

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